Babyglück bei Ross Antony

Ross Antony ist Vater: Der 39-Jährige hat gemeinsam mit seinem Lebenspartner Paul Reeves ein Kind adoptiert. „Zuerst hatten wir uns, dann bekamen wir Dich – nun haben wir alles“, leitet der Sänger auf Facebook die Nachricht für seine 243.000 Fans ein.

„Wir sind überglücklich und dankbar mitteilen zu können, dass wir ein Kind adoptiert haben und endlich Eltern geworden sind!“, schreibt er weiter – „Unser größter Traum“ sei nun wahr geworden. Details über den Nachwuchs im Haus Antony gibt es nicht.

„Dieser kleine Mensch ist […] noch zu jung, um selbst die Wahl zu treffen, ob er in der Öffentlichkeit stehen möchte oder nicht“, so Antony und Reeves. Deshalb gibt es auch keine Details über Name, Alter und Geschlecht des Kindes. Die beiden Väter wollen ihrem Nachwuchs die Möglichkeit geben, „seinen eigenen Weg zu finden und ungestört aufzuwachsen“. Sie bitten deshalb zu respektieren, „dass dieser Teil unseres Lebens nicht öffentlich sein wird“.

Auch keine Details gibt es darüber, wo die beiden Engländer das Kind adoptiert haben. In Großbritannien wäre es auf jeden Fall einfacher, da schwule und lesbische Paare dort heterosexuellen gleichgestellt sind. In Deutschland könnte nur einer der beiden Männer das Kind adoptieren, dann erst könnte der andere einen Antrag auf Sukzessivadoption stellen. Allerdings dankt Ross Antony auf Facebook explizit „den deutschen Jugendämtern für die engagierte und freundliche Unterstützung“. Antony und Reeves leben seit 2006 in einer Eingetragenen Partnerschaft.

Ross Antony hat in der Vergangenheit immer wieder davon gesprochen, ein Kind adoptieren zu wollen. „Es gibt so viele Kinder, denen es sehr schlecht geht. Denen verwehrt man, in einem liebevollen Umfeld aufzuwachsen, nur weil man meint, Homosexuelle dürfen keine Kinder adoptieren. Ich habe mir doch nicht ausgesucht, homosexuell zu sein. Nun werde ich dafür bestraft.“, sagte er im Mai 2013 der Illustrierten „Gala“.

Damals sprach er auch darüber, wie er sich die Erziehung vorstellte: „Es würde immer nur einer von uns beiden arbeiten, sodass einer bei dem Kind sein kann. Sollten wir doch mal beide weg sein, haben wir ganz tolle Freunde, die sich kümmern würden.“ Seine Mutter sei sogar bereit, für ihr Enkelkind zu ihm und seinem Mann nach Deutschland zu ziehen.