Hitzlsperger besucht seinen ersten CSD

Thomas Hitzlsperger, offen schwuler Ex-Fußballprofi, fühlt sich in der Community offenbar wohl: Am Samstag war er in Berlin beim Kreuzberger CSD dabei, einer alternativen Gegenveranstaltung zu den kommerziellen Lesben- und Schwulenparaden. Erkannt wurde er dort nicht.

Der Ex-Nationalspieler twitterte ein Foto, auf dem ihn die Journalistin Carolin Emke auf die Wange küsste. Emke hatte unter anderem im Jänner jenes Interview in der „Zeit“ geführt, in dem sich Hitzlsperger geoutet hat. Unter das Foto schrieb der 32-Jährige, dass er auf dem Kreuzberger CSD sei und anschließend die WM-Begegnung der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana sehen wolle. Er schloss den Tweet mit dem Hashtag „#happyday“.

Im Gegensatz zum „großen“ CSD in Berlin, bei dem fast eine halbe Million Menschen am Samstag feierten, sieht sich der Kreuzberger CSD als Gegenveranstaltung „ohne Kommerz, Nationalfahnen und Parteienwerbung“. Man möchte „für ein selbstbestimmtes Leben und für die Emanzipation von einem System, das Menschen ausgrenzt, abschiebt, stigmatisiert, pathologisiert und diskriminiert“ einstehen, so die Veranstalter.