FP-Kitzmüller hetzt gegen Lesben und Schwule in Schulbüchern

Erneut meldet sich FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller mit homophoben Aussagen zu Wort. Anlass dafür sind die Pläne von Familienministerin Sophie Karmasin, auch schwule und lesbische Menschen in Schulbüchern vorkommen zu lassen.

„Die gesellschaftspolitische linkslinke Ideologiekeule hat in der Schule und in Schulbüchern nichts verloren, das sollte Familienministerin Karmasin einmal zur Kenntnis nehmen. Homosexuelle in Schulbüchern abzubilden kommt für uns nicht in Frage“, poltert Kitzmüller gegen die ÖVP-nominierte Ministerin. Eine Familie bestehe aus Vater, Mutter und Kindern – „auch wenn es andere Parteien partout nicht wahrhaben wollen“, so die FPÖ-Abgeordnete weiter. Die „angebliche Familienpartei ÖVP“ lasse sich „immer mehr vor den linksliberalen Karren spannen“, hetzt Kitzmüller weiter.

Doch diese Aussagen bleiben nicht unwidersprochen: „Vielleicht sollte Frau Abgeordnete Kitzmüller einfach nachdenken, bevor die Öffentlichkeit mit solchen Aussagen konfrontiert wird. Es geht weder um ‚linkslinke Ideologiekeulen‘ oder um die Zerstörung des traditionellen Familienbildes, es geht um die Darstellung der Lebensrealität“, kontert Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen LSBTI-Organisation SoHo. „Unsere Rechte sind Menschenrechte und das sollten Sie sich gerade als Mitglied des Menschenrechtsausschusses im Parlament ins Stammbuch schreiben.“, greift er Kitzmüller frontal an.

Die Menschenrechtsorganisation „SOS Mitmensch“ ortet in der FPÖ ein „massives Homophobieproblem“: Wer sich gegen die Abbildung von Lesben und Schwulen in Schulbüchern wehre, „verweigert sich nicht nur der Realität, sondern verletzt zutiefst die Würde von Menschen“, so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. Er macht klar: „Homophobie rettet keine Familien, sondern zerstört sie. Wer Homophobie zum politischen Prinzip erhebt, sabotiert die Schaffung einer freien und gleichberechtigten Gesellschaft.“