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Großbritannien will Lesbe nach Uganda abschieben

Eine lesbische Asylbewerberin aus Uganda soll am Sonntag aus Großbritannien abgeschoben werden. Dass ihr dort erneute Verfolgung droht, war den britischen Behörden offenbar egal.

Margret Nazziwa ist lesbisch. Sie wurde in ihrer Heimat vergewaltigt, von der Bevölkerung und den Behörden gefoltert und sollte mit einem Mann verheiratet werden. Im Jahr 2012 floh sie nach Großbritannien.

„Ich bin privilegiert, weil ich im Vereinigten Königreich bin, wo ich ein offen lesbisches Leben haben kann und für die Rechte von Lesben und Schwulen kämpfen kann, ohne Furcht, verfolgt zu werden“, so Nazziwa in einer Stellungnahme.

Doch das scheint den britischen Behörden egal zu sein: Margret Nazziwa wird am Sonntag um 20.00 Uhr zurück nach Uganda abgeschoben. Zur Zeit wird sie in einem Anhaltezentrum im englischen Bedfordshire festgehalten. Das britische Innenministerium geht nicht davon aus, dass ihr in Uganda Gefahr droht.

„Wenn ich nach Uganda abgeschoben werden, droht mir Haft und Verfolgung und viele andere gewaltsame Taten gegen mich. Ich werde nicht mehr für schwul-lesbische Rechte kämpfen können wie hier in Großbritannien. Ich werde mein Leben nicht mehr offen und frei leben können, und die Beziehung zu meiner Partnerin wird zerstört“, fürchtet Margret Nazziwa.

Sie bittet die britische Regierung „mir Schutz anzubieten so dass ich mein Leben ohne Furcht leben kann, so wie andere Menschen – und friedlich und würdig für die Rechte anderer Verfolgter kämpfen kann“.

Es ist nicht das erste Mal, dass das britische Innenministerium Lesben und Schwule nach Uganda abschiebt. Menschenrechtsgruppen und Parlamentarier haben einige Fälle dokumentiert – doch das Ministerium bleibt hart. In ihrer Heimat Uganda drohen Margret Nazziwa nun 14 Jahre Haft, falls sie wiederholt bei gleichgeschlechtlichem Sex erwischt wird.

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