Katholische Schule feuert beliebten schwulen Gesangslehrer

Flint Dollar war ein beliebter Musiklehrer an einer katholischen Schule im US-Bundesstaat Georgia. Dann wurde er gefeuert: Er hatte sich verlobt – mit einem Mann. Jetzt klagt er gegen den Rausschmiss.

Eigentlich war die Homosexualität von Dollar in der Mount de Sales Academy in Macon bekannt und auch nie ein Problem – bis er auf Facebook ankündigte, im Sommer seinen Partner zu heiraten. Daraufhin wurde er zum Direktor bestellt. „Mir wurde gesagt, dass der Bischof der Diözese Savannah angerufen hat und seine Befürchtungen ausgedrückt hat, wenn ich nach den Sommerferien wiederkomme – es wäre gegen die Lehren der katholischen Kirche“, so Dollar. Ihm wurde auch bestätigt: Es gäbe keine Beschwerden von Eltern oder Schülern. „Aber trotzdem durfte ich nicht wiederkommen.“

Nun klagt Flint Dollar gegen seine Entlassung. Zwar ist es in Georgia legal, jemanden wegen seiner sexuellen Orientierung zu feuern – sein Anwalt beruft sich aber auf den Civil Rights Act aus dem Jahr 1964. „Wenn man jemanden feuert, weil er eine gleichgeschlechtliche Ehe eingeht, passt das ziemlich genau auf den Punkt Geschlechtsdiskriminierung“, so Dollars Anwalt Charles Cox.

Während er auf ein Urteil wartet, spielt der beliebte Musiklehrer Orgel in einer presbytanischen Gemeinde. Ihn selbst nimmt die Kündigung sehr mit: „Ich möchte nicht, dass irgendjemand das durchmacht, was ich durchmache. Das letzte Monat war voll von Höhen und Tiefen. Es hat wehgetan. Es gibt Tage, an denen will ich nicht einmal aus dem Bett“, so Dollar.