Uganda: Fünf Verhaftungen wegen ‚Homo-Propaganda‘

In Uganda sind fünf Personen verhaftet worden, weil sie „Homo-Propaganda“ vor Minderjährigen gemacht haben sollen. Das berichtet die Zeitung „Daily Monitor“, die in der Hauptstadt Kampala erscheint.

Die Verhafteten sollen ein Lehrer, zwei Studenten und zwei Geschäftsmänner sein. Sie sind nach Angabe der Zeitung im Laufe der letzten Woche in der Provinz Pater, etwa 250 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Kampala festgenommen worden. Sie sollen „einen heimlichen Versuch in Volksschulen und weiterführenden Schulen ausgeführt haben, um Schüler und Studenten zu ködern“ – und zwar zu Homosexualität, so der „Monitor“.

In dem Artikel macht der „Daily Monitor“ auch Stimmung gegen Lesben und Schwule. So erwähnt die Zeitung zwei Mal, dass im Gesetz für „Aggressive Homosexualität“ unter Umständen lebenslange Haft vorgesehen ist. Auch schreibt die Zeitung, dass dazu „Akte eines HIV-Positiven mit einem Minderjährigen“ gehören. Ob dieses Delikt aber einem der Verhafteten vorgeworfen wird, verschweigt die Zeitung aber.

Dafür zitiert die Zeitung den Polizeisprecher Romeo Ojara Onek. Dieser sagte dem „Monitor“, dass „die medizinischen Berichte der Verdächtigen fertiggestellt sind und deren Akten dem Staatsanwalt weitergeleitet wurden für eine Empfehlung wegen einer Verurteilung“. Offenbar wurden die Verhafteten einer Anal-Untersuchung unterzogen, wie sie in Uganda und anderen schwulenfeindlichen Ländern üblich ist, um Homosexualität zu „beweisen“.