Saudi-Arabien: 3 Jahre Haft und 450 Peitschenhiebe für schwules Sexdate

In saudiarabischen Medina, einer der heiligen Städte des Islams, wurde ein 24-jähriger zu drei Jahren Haft und 450 Peitschenhieben verurteilt, weil er sich mit einem anderen Mann über Twitter zum Sex treffen wollte.

Ertappt wurde der junge Mann, weil ihn die islamische Religionspolizei in einer Undercover-Aktion überführt hatte. Wie die Zeitung „Al-Watan“ berichtet, sei der Mann schuldig „weil er Werbung für das Laster und die Praxis der Homosexualität“ gemacht habe“. Sein Handy wurde konfisziert, dort fanden die Beamten „Beweise für seine pro-homosexuelle Abnormalität“ und pornographische Bilder.

In Saudi-Arabien gilt das islamische Recht, die Scharia, in einer strengen Auslegung. „Unzüchtiges Verhalten“, darunter auch Homosexualität, wird scharf verfolgt. Verurteilten droht unter Umständen die Todesstrafe.

Die Regierung hat in der Vergangenheit erklärt, die Todesstrafe für Homosexualität werde nur bei Kinderschändern angewandt. Da es keine freie Presse in dem Land gibt, kann dies nicht überprüft werden. Auch die Zahl der hingerichteten Lesben und Schwulen ist nicht bekannt.