Donnerstag, 18. Juli 2024
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Imam traut schwule und lesbische Paare bei Stockholm Pride

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Während der Stockholm Pride, die diese Woche stattfindet, möchte ein islamischer Imam mehrere schwule und lesbische Paare trauen. Der Geistliche wird extra aus Südafrika eingeflogen. Das berichtet die Tageszeitung „Dagens Nyheter“.

Eine der Bräute sieht darin einen „großen Schritt für die Menschheit“. Die hochschwangere Frau, die aus dem Iran kommt, ist standesamtlich bereits seit vier Jahren mit ihrer Frau verheiratet. In einer „islamophoben Welt, in der die Ausländerfeindlichkeit wächst“ seien solche Zeichen der Toleranz sehr wichtig, erklärt die Frau der Zeitung.

Proteste, auch aus dem konservativen Teil der islamischen Gemeinschaft Schwedens, sind den Veranstaltern der Stockholm Pride mit dieser Aktion wohl sicher. Denn auch, wenn sich im Koran keine explizite Passage gegen Homosexualität findet, gilt sie in weiten Teilen des Islam als Sünde. In Ländern wie Saudi-Arabien, dem Jemen, dem Sudan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Mauretanien, dem islamisch dominierten Norden Nigerias oder dem Iran steht auf homosexuelle Handlungen sogar die Todesstrafe.