Thierry: ‚LGBT-Rechte sind den NEOS ein Herzensanliegen‘

Für Unklarheiten sorgte die Vorarlberger NEOS-Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht mit ihren Aussagen über ihre Position zur Öffnung der Adoption für Lesben und Schwule. Sie meinte bei einer Pressekonferenz, die NEOS stünden für gleiche Rechte und das gelte auch hier. Es solle sich aber jeder „seine persönliche Meinung bilden“ können. Die Listenzweite Martina Pointner beeilte sich hinzuzufügen, dass es sich hier um „keine zentrale Forderung“ der Vorarlberger NEOS handle. Im Dialog mit GGG.at macht Bundesgeschäftsführer Feri Thierry nun klar: Die NEOS stehen zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen.

„Bereits bei der Gründung am 27. Oktober 2012, also ein Jahr vor der Nationalratswahl, haben wir ein Programm beschlossen, das die „Adoptionsmöglichkeit für eingetragene Partnerschaft“ vorgesehen hat. An diesem Programmpunkt hat sich bis heute nichts geändert.“, so Thierry gegenüber GGG.at. Weiters trete die Jungpartei heute uneingeschränkt für die Öffnung der Ehe ein. LGBT-Themen seien für die NEOS ein „Herzensanliegen“, erklärt der Bundesgeschäftsführer.

Die NEOS hätten dazu auch im Nationalrat entsprechende Initiativen gesetzt, erklärt Thierry. So gab es etwa am 24. April einen Initiativantrag zum Adoptionsrecht, am 12. Juni einen Antrag zur Zivilehe oder am 28. Mai eine Anfrage zur möglichen Diskriminierung von Lesben und Schwulen durch Meldezetteln.

Dieses Programm werde auch von Scheffknecht in Vorarlberg voll mitgetragen, betont Bundesgeschäftsführer Thierry gegenüber GGG.at.