Gambia: Lebenslange Haft für ‚vorsätzliche Homosexualität‘

Auch Gambia hat ein Gesetz verabschiedet, dass homosexuelle Handlungen unter bestimmten Voraussetzungen mit lebenslanger Haft ahndet.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP wurde das Gesetz bereits im August verabschiedet. Es sieht lebenslange Strafen für „vorsätzliche Homosexualität“ vor. Darunter fallen, so ein Beamter, „Wiederholungstäter“, HIV-Positive oder Täter, die Sex mit minderjährigen, behinderten oder unter Drogeneinfluss stehenden Personen haben. Weiters wird ein Autoritätsverhältnis zum Sexualpartner erschwerend gewertet.

Bereits jetzt wird Homosexualität in Gambia mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft. Im Jahr 2005 wurde das Gesetz auch auf Frauen ausgedehnt. In weiten Teilen ist das Gesetz identisch mit jenem, das auch in Uganda verabschiedet, aber aus Formalgründen aufgehoben wurde.

Damit das Gesetz in Gambia in Kraft tritt, fehlt noch die Unterschrift von Präsident Yahja Jammeh. Das dürfte aber eine reine Formalität sein. Immerhin wollte das autokratisch regierende Staatsoberhaupt Lesben und Schwule bereis köpfen, im Februar forderte er seine Untertanen auf, sie wie Stechmücken zu „zerquetschen“.