Homo-Rechte: Erzbischof von Chicago warnt vor ‚Christenverfolgung‘

Der Ton der römisch-katholischen Kirche im Umgang mit Lesben- und Schwulenrechten wird rauer. Nun warnt auch der Erzbischof von Chicago mit drastischen Worten vor der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften.

In einer Kolumne für das katholische Blog „Catholic New World“ beklagt Kardinal Francis George, dass in der Gesellschaft „alle Arten sexueller Beziehungen“ beliebt seien, obwohl diese zuvor als sündhaft gegolten hatten. Dass die Kirche für ihren feindlichen Umgang gegenüber Lesben und Schwulen offen kritisiert wird, kann der 77-Jährige nicht verstehen. „Früher galt das Motto ‚Leben und leben lassen‘, jetzt wird Zustimmung verlangt. Die ‚herrschende Klasse‘, die die öffentliche Meinung in Politik, Bildung, Medien und Unterhaltung formt, verwendet die Bürgerrechte, um ihre Moral jedem aufzuzwingen“, schreibt er in dem Kommentar.

Die Forderung nach gleichen Rechten für Lesben und Schwule bezeichnet Francis George als „Religion“ – und: „Diejenigen, die nicht mit der offiziellen Religion übereinstimmen – wurden wir gewarnt – gefährden ihre Staatsbürgerschaft“, so der Erzbischof von Chicago.

Es ist nicht das erste Mal, dass der hohe Geistliche durch seine schwulen- und lebensfeindlichen Aussagen auffällt. Vor einigen Monaten warnte er bereits vor der „Tyrannei der Homo-Ehe“, im Jahr 2012 verglich er schwul-lesbische Aktivisten mit dem rassistischen Ku-Klux-Klan.