China: Todesstrafe an schwulem Serienmörder vollsteckt

In China ist ein 42-jähriger Mann hingerichtet worden, der bei Sexspielen in der Provinz Hunan sechs Männer umgebracht hat. Mit der Exekution, die schon am 29. August stattgefunden hat, wurde ein Urteil vom März 2011 vollstreckt.

Zhou Youping hatte in Internet-Foren Männer gesucht, die gegen eine hohe Bezahlung an Asphyxiophilie-Spielen teilnahmen. Bei dieser umgangssprachlich „Breath Control“ genannten Praxis entsteht der Lustgewinn durch eine kurzzeitige Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr im Gehirn.

Ihn selbst erregte es, den Männern dabei zuzusehen, wie sie sich nackt mit einem Strick aufgehängt hatten. Anders als zuvor vereinbart, hat er sie aber danach nicht befreit. Daraufhin erstickten seine Opfer. Zhou Youping konnten sechs Taten im Oktober und November 2009 nachgewiesen werden. Die Männer, die von der Polizei in verschiedenen Hotels gefunden wurden, waren zwischen 23 und 40 Jahre alt.

Der Polizei gestand Zhou Youping, dass er für den Tod der Männer verantwortlich sei. Gründe dafür seinen gewesen, dass er von einigen seiner Sex-Partnern belogen und betrogen wurde. Den ersten Mann brachte er um, weil er einen positiven HIV-Test in dessen Tasche gefunden hatte. Einen anderen ließt er sterben, weil er für den Sex seiner Meinung nach zuviel Geld verlangt hat.

Eine Tötungsabsicht bestritt Zhou Youping aber in einem Interview, das er vor dem Gerichtsverfahren einer Zeitung gegeben hatte. „Ich wollte sie nicht töten, es war nur ein Spiel“, behauptete er. Seine Rechtfertigung: Er habe das Zimmer verlassen, nachdem er befriedigt war, und dachte, die Männer könnten sich selbst befreien.

Doch die Richter sahen eine „indirekte Tötungsabsicht“ als erwiesen an – diese ist in China gleichbedeutend mit Mord.