Donnerstag, 18. Juli 2024
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[Video] Rufus Wainwright kritisiert Gesetze gegen ‚Homo-Propaganda‘ bei Moskau-Konzert

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Eine klare Botschaft für die Rechte von Lesben und Schwulen hat der kanadisch-amerikanische Songwriter Rufus Wainwright bei seinem Konzert in Moskau ausgesendet. Der offen schwule Künstler kritisierte die Lage in Russland auf der Bühne scharf.

Wegen der geltenden Gesetze gegen „Homo-Propaganda“ war das Konzert nur für Besucher zugelassen, die älter als 18 waren. Für Rufus Wainwright it diese Regelung „widerlich“: „Es sind doch wirklich junge homosexuelle Menschen unter 18 Jahren, die unsere Hilfe brauchen – die lernen müssen, dass sie geliebt und akzeptiert werden. Sie auszuschließen ist ein furchtbares Verbrechen“, erklärte der 41-Jährige. Unter seinen Fans kam die Botschaft offenbar an. Sie jubelten zu den Worten des Sängers. Bereits zuvor hat Wainwright seinem Publikum klar gemacht: „Ich bin schwul“ – und damit ebenfalls Applaus geerntet.

Anschließend spielte Rufus Wainwright sein Lied „Gay Messiah“ und widmete es „einem meiner schwulen Lieblingsrussen“, dem Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski.

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Und es könnte nicht der letzte Besuch des Songwriters in Moskau gewesen sein: So besuchte er eine Galerie und erzählte, sein Ehemann, der Deutsche Jörn Weisbrodt, sei schon öfter in Moskau gewesen. Russische Medien berichten sogar, Weisbrodt wollte mit Wainwright sogar einmal nach Moskau ziehen – was angesichts der Botschaft bei seinem Konzert eher unwahrscheinlich klingt.

Wainwright ist seit zwei Jahren mit dem Weisbrodt verheiratet. Dieser ist künstlerischer Leiter des Luminato-Festivals in Toronto. Bevor sich die beiden Männer kennengelernt hatten, definierte Wainwright schwules Leben „us der promisken Oscar-Wilde-Freakshow“, wie er in einem Interview sagte. „Aber seit in Jörn getroffen habe, hat sich alles verändert.“