Freitag, 19. Juli 2024
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Rosa Lila Villa: Solidaritätsdemo nach Sprayer-Anschlag ein voller Erfolg

Mehr als 200 Menschen sympathisieren sich mit der Rosa Lila Villa

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In Wien haben gestern etwa 200 Menschen an einer Solidaritätskundgebung für die Rosa Lila Villa teilgenommen. Das Lesben- und Schwulenzentrum war in der Nacht auf Samstag von Unbekannten mit Morddrohungen besprüht worden.

„Tote Schwule“ auf deutsch und serbisch/bosnisch/kroatisch sowie ein Fadenkreuz haben Unbekannte auf die Wand des Hauses gesprüht, in dem auch zahlreiche Vereine der Community beheimatet sind. Doch die Villa will sich dadurch nicht einschüchtern lassen. Zunächst relativierte ein Plakat mit dem Satz „Schatzi, denk mal über die Konsequenzen von Mord nach“ die Todesdrohung, kurz danach wurde sie von den Bewohnern der Villa wieder übermalt.

Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht einschüchtern“ hat der schwul-lesbische Migrantenverein MiGaY gestern Nachmittag eine Solidaritätskundgebung für die Villa organisiert. Rund 200 Teilnehmer fanden sich vor der Villa ein, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Unter den Teilnehmern waren auch Markus Rumelhart, der offen schwule Bezirksvorsteher von Mariahilf, und der Wiener Landeschef der Grünen Andersrum, Peter Kraus.

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„Wir lassen uns von ein paar Hirnlosen nicht einschüchtern“, ist MiGaY-Obmann Yavuz Kurtulmus kämpferisch. Auf die Frage, warum er diese Demonstration organisiert hat, antwortet er: „Für mich ist es auch wichtig, dass es kein Hass oder Kampf zwischen Queer- und Migrantencommunity wird.“