‚Porno-Killer‘ Magnotta bekennt sich schuldig

In Kanada hat der „Prozess der Jahrhunderts“ mit einem Paukenschlag begonnen: Luka Magnotta, der als „Pornokiller“ vor zwei Jahren weltweit Schlagzeilen gemacht hat, hat sich vor dem Gericht schuldig bekannt.

Er wird beschuldigt, seinen Lover, einen Austauschstudenten aus China, getötet und zerstückelt zu haben und die Leichenteile per Post an Behörden und Parteizentralen geschickt zu haben.

Vor dem Haftrichter hatte der 32-Jährige noch auf unschuldig plädiert – dabei hat Luka Magnotta den wichtigsten Beweis für seine Schuld selbst geliefert: Er hat die Tat selbst gefilmt und ins Internet gestellt. Der Film ist jetzt das Hauptbeweisstück der Anklage.

Die Verteidigung will offenbar auf eine Unzurechnungsfähigkeit von Luka Magnotta plädieren und ihn nur wegen Totschlags verurteilen lassen. Immerhin wurde bei ihm schon früh eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Das Gericht wird dazu Sachverständige hören.

Doch der Staatsanwalt will dem Mann, der bürgerlich Eric Newman heißt, kein Schlupfloch lassen. Er klagt ihn wegen Mordes an – und ihn für den Rest seines Lebens hinter Gitter bringen. Denn für die Ankläger ist jemand, der einen Mord filmt, ins Internet stellt, die Leiche zerstückelt und dann per Post an Organisationen schickt, ein kaltblütiger Mörder, der seine Tat genau geplant hat.