[Update] Australien: Mann tötet und kocht transsexuelle Verlobte

Ein grausamer Mord erschüttert Australien: Der 28-Jährige Marcus V. soll seine transsexuelle Verlobte ermordet, zerstückelt und gekocht haben. Der Täter, der nach der Tat Selbstmord beging, könnte Wiener sein.

Die Polizei kam dem Verbrechen durch Anrufe der Nachbarn auf die Spur. Diese beschwerten sich über den Gestank, der aus der Wohnung des Paares kam. Daraufhin drang die Polizei in die Wohnung in einem exklusiven Vorort der Stadt ein und fand die Tote, die 27-jährige Transsexuelle Mayang P. aus Indonesien.

Einige Teile der Leiche befanden sich in Kochtöpfen. Andere Teile sollen in der Wohnung verstreut gewesen sein. Auch die Hunde, die das Paar gehalten hat, waren tot.

Einem lokalen Fernsehsender zufolge wollte Marcus V. das Opfer im Backrohr erhitzen – doch dieses ging kaputt. Daraufhin rief er einen Handwerker, dem allerdings nichts auffiel – außer „seltsamen Geräuschen“, als er über den Teppich ging.

Wenig später fand die Polizei auch die Leiche des mutmaßlichen Täters: Der gelernte Koch war beim Eintreffen der Exekutive geflüchtet und hatte sich vermutlich mit einem Schnitt durch die Kehle das Leben genommen. Das Paar war erst vor einem Monat in den neu errichteten Wohnkomplex gezogen.

Einer lokalen Zeitung zufolge arbeitete das Opfer als Prostituierte, um ihre Mutter und ihre beiden Schwestern in Indonesien unterstützen zu können. Mit ihrem späteren Mörder soll sie seit Ende letzten Jahres verlobt gewesen sein. Auf Facebook gab der Mann August als Datum der Verlobung an, einem Freund des Paares zufolge fand sie aber erst im November oder Dezember statt.

Über das Leben von Marcus V. herrscht in Australien noch Unklarheit. Auf seinem Facebook-Profil gab er Wien als Heimat an. Dies stimmt aber nicht, wie das Außenministerium mitteilte. Er soll vielmehr aus einem anderen Teil Australiens stammen. Marcus V. soll außerdem auf einem Kreuzfahrtschiff als Koch gearbeitet haben und erst vor Kurzem nach Brisbane gezogen sein. Auf dem Schiff soll er auch seine Verlobte kennengelernt haben.

Auch der genaue Hergang des Verbrechens ist unklar: Der mutmaßliche Täter war letzte Woche in einem Krankenhaus. Er gab an, von seiner Freundin bei einem Streit an der Hand verletzt worden zu sein. Nachbarn bestätigen, dass es zwischen dem Koch und seiner Partnerin einen Streit gegeben habe.

Bis zu diesem tragischen Verbrechen war Marcus V. mit der australischen Polizei noch nie in Konflikt geraten. Auch gab es keine Aufzeichnungen über psychische Probleme des Mannes. Drogen wurden in der Wohnung ebenfalls nicht gefunden.