USA: Ungarn hielten Landsleute als schwule Sex-Sklaven

In den USA wurden drei Ungarn im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden wegen Menschenhandels, organisiertem Verbrechen und Unterstützung von Prostitution angeklagt. Sie sollen drei Landsleute in die USA gelockt und als Sex-Sklaven ausgebeutet haben.

Zwei ihrer Opfer trafen die Männer über die auch in Ungarn beliebte Dating-Plattform PlanetRomeo. Der dritte Mann war ein Escort, den sie auf Facebook fanden. Sie versprachen den Männern, die zwischen 20 und 22 Jahre alt waren, in den USA legal als Escort arbeiten zu können und dort bis zu 5.000 Dollar pro Monat zu verdienen.

Die Männer willigten ein und flogen zwischen Mai und September 2012 nach New York. Doch statt dem legalen Job wurden sie in einer kleinen Wohnung eingesperrt und gezwungen, mit ihren Kunden Sex zu haben. Ihre Reisepässe wurden ihnen weggenommen, auch vom Geld blieb ihnen nichts.

Wenn kein Kunde da war, mussten sie vor der Webcam miteinander schlafen – oft bis zu 20 Stunden am Tag. In der Wohnung lebten bis zu acht Männer. Nach einigen Monaten kamen die Opfer nach Miami, um dort weiterzuarbeiten.

Ende 2012 flog dort das illegale Geschäft auf. Die drei Drahtzieher wurden verhaftet. Nach Informationen der Behörden machten sie mit den Sex-Sklaven bis zu 40.000 Dollar pro Monat.

Die Opfer glaubten, „sie wären nur ein paar Monate in New York, um zehntausende Dollar zu machen, bevor sie in ihre Heimat und zu ihren Familien zurückkehren konnten“, heißt es im Haftbefehl. Da sie nicht Englisch konnten, waren sie den Tätern ausgeliefert. Die Wohnung durften sie fast nicht verlassen, und einer der Täter erzählte ihnen, er sei in Ungarn ein Polizist und könnte sie „verschwinden lassen“, wenn sie zurückkehren würden.