US-Bundesregierung erkennt Ehe für Lesben und Schwule in 26 Bundesstaaten an

Die US-Bundesregierung erkennt gleichgeschlechtliche Ehen aus sieben weiteren Bundesstaaten an. Ab sofort haben gleichgeschlechtliche Ehepartner aus Colorado, Indiana, Nevada, Oklahoma, Utah, Virginia und Wisconsin ebenfalls Anspruch auf alle Vergünstigungen, die Washington Ehepaaren zugesteht. Damit ist die Ehe nun auch im Bundesrecht in 26 der 50 Bundesstaaten sowie in der Hauptstadt Washington für schwule und lesbische Paare geöffnet. Justizminister Eric Holder sagte, dass die volle Gleichberechtigung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle ein weiteres Stück näher gerückt sei.

Mit dieser Entscheidung reagiert das Justizministerium auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, Berufungen gegen die Öffnung der Ehe nicht zu verhandeln. Fünf US-Staaten hatten um Klärung gebeten, nachdem Bundesberufungsgerichte ein in ihren Verfassungen verankertes Verbot kassiert hatten. Durch die Abweisung traten die Urteile der letzten Instanz in Kraft, die ein Verbot der Ehe für Lesben und Schwule als verfassungswidrig einstuften.

Es ist bereits das zweite Mal, dass sich der Oberste Gerichtshof der USA vor einer Grundsatzentscheidung bei der Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule drückt. Zwar hat er im Juni 2013 den „Defense of Marriage Act“, der eine Ehe im Bundesrecht nur als Verbindung von Mann und Frau definiert, aufgehoben. Eine prinzipielle Entscheidung, ob es verfassungswidrig ist, gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe vorzuenthalten, gab es bis heute aber vom höchsten Gericht der USA noch nicht.