Homophobie bei Red-Bull-Verein?

Der im Salzburger Wals beheimatete Red-Bull-Konzern hat ein Problem mit Homophobie und Rassismus: Der deutsche Ableger der Fußball-Gruppe, RB Leipzig, ermittelt wegen homophober und antizinganistischer Sprechchöre gegen die eigenen Fans. Dabei will man seitens des Vereins Härte zeigen.

So sollen beim Derby der RB-Amateure gegen Lok Leipzig einige der Fans in Richtung des Lokalrivalen „Schwulenliebe ist okay, Erfurt, Lok und HFC“ gerufen haben. Bei einem Spiel der Profi-Mannschaft gegen Nürnberg in der zweiten Bundesliga sollen Fans wiederum „Zigeuner“ in Richtung der Gegner gerufen haben. Hier ermittelt die Nürnberger Polizei.

Über Twitter informierte der Verein, wie er mit diese beiden Vorfällen umgehen will: „Wir ermitteln aktuell intensiv die Sachverhalte! Wir werden alles versuchen, um die Personen ausfindig zu machen und werden dann konsequent Strafen, wie Stadion- oder Hausverbote verhängen. Wir ermitteln und bestrafen zum Schutze des Vereins und der zu 99% unbeteiligten Fans!“, heißt es da.

Deutlicher wird das offizielle Fanblog des sächsischen Vereins: „Sei es nun Dummheit, Ignoranz, Herdentrieb, jugendliche Unkenntnis oder tatsächlich einfach blanke Homophobie – es ist zum Kotzen“, heißt es dort im Spielbericht. Denn: „Es macht nun einmal einen Unterschied, ob man den Gegner beleidigt, indem man ihn als Arschloch bezeichnet, oder ob man den Gegner beleidigt und dabei vollkommen unbeteiligte Personengruppen diskriminiert – jene Gruppen, die im Alltag eh schon unter Diskriminierung zu leiden haben“, klärt RB Leipzig seine Anhänger auf.

Es ist nicht das erste Mal, dass in den Reihen von RB Leipzig Homophobie vorgekommen ist. Vor zwei Jahren geriet der damalige Trainer Peter Pacult in die Schlagzeilen, weil er einen Fan als „schwule Sau“ beschimpfte. Der ehemalige Rapid-Trainer wurde dafür vom DFB zu 800 Euro Geldstrafe verurteilt.