500 Euro für jeden Homosexuellen

„Inhalte überwinden“ – das ist das Motto der deutschen Partei „Die Partei“ – eine Kurzform für „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiativen“. Jetzt gibt es auch einen Österreich-Ableger der Partei, die mit dem Satiriker Martin Sonneborn auch im EU-Parlament vertreten ist. Und hier will man auf die eigene Art die Rechte von Lesben und Schwulen stärken.

In einem Interview mit der Tageszeitung „Der Standard“ erklärt der österreichische Partei-Vorsitzende Markus Stuhlpfarrer seine Visionen. Darunter ist nicht nur eine „verpflichtende Homo-Ehe“, sondern auch eine Lesben- und Schwulenquote an den Schulen: „Wir wollen, dass jedes dritte Kind in einer Klasse homosexuell ist“, erklärt der Neo-Politiker.

Weiters fordert der „Partei“-Chef ein „freiwilliges homosexuelles Jahr für Heterosexuelle“. Für Begeisterung in der Community wird wohl der Vorschlag von Stuhlpfarrer sorgen, „jedem Homosexuellen, der sich bereiterklärt, für ein Jahr homosexuell zu leben, 500 Euro im Monat zur Unterstützung des aufwändigen Lebensstils zu bieten“.

Gegenüber dem „Standard“ erklärt der Vorsitzenden der österreichischen „Partei“ auch, warum Homosexualität in der neugegründeten Gruppierung ein so großes Thema ist. „Wir glauben, dass es in der Bevölkerung eine große Angst vor Homosexualität gibt. Zugleich gibt es das Bedürfnis, das Ganze ordentlich zu regeln. Es gibt immer wieder Debatten zu Frauenquoten, warum nicht auch eine Homoquote?“, erklärt er.

Ganz ernst zu nehmen sind die Forderungen der „Partei“ allerdings nicht – schließlich sieht sie sich als ernst zu nehmende Satiregruppe. Sich selbst sieht man als „wichtigsten Politimport seit 1938“. Stuhlpfarrer ist dabei klar, dass es unter den derzeitigen politischen Bedingungen deshalb schwer werden könnte, aufzufallen. Aber: „Wir werden es einfach versuchen müssen und uns zur Not durch seriöses Auftreten abheben.“