Hannoversche Landeskirche segnet schwule und lesbische Paare

Auch die Hannoversche Landeskirche wird künftig schwule und lesbische Paare segnen. Eine Gleichbehandlung mit der Ehe werde aber auch künftig abgelehnt, heißt es bei der Landessynode.

Die Synode, höchstes Gremium einer evangelischen Kirche, beriet über eine Regelung für öffentliche Segnungsgottesdienste. Diese orientiert sich an jener der benachbarten Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. Das zu segnende Paar muss in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft leben.

Die große Mehrheit der Pastoren stehe diesem Thema mittlerweile offen gegenüber, betonte Landesbischof Ralf Meister. Jene Pfarrer, die mit schwulen und lesbischen Paaren ein Problem hätten, müssten aber weiterhin die Möglichkeit haben, Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare abzulehnen.

Damit bieten 14 der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland schwulen und lesbischen Paaren die Möglichkeit an, ihre Beziehung segnen zu lassen. Abgelehnt wird nach wie vor eine Gleichbehandlung, also eine kirchliche Eheschließung. Allerdings ist diese bei Protestanten kein Sakrament.