IS-Urteil: Schwulen Mann von Haus geworfen und gesteinigt

Die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) soll erneut einen Mann wegen seiner Homosexualität umgebracht haben. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. Es wäre das dritte Mal, dass die Terrormiliz einen Mann wegen seiner Homosexualität umgebracht hat.

Ein islamisches Gericht in der Wilajet al-Furat im syrisch-irakischen Grenzgebiet soll entschieden haben, dass der Mann wegen „Unzucht“ zunächst vom höchsten Punkt der Stadt heruntergeworfen werden soll und dann zu Tode gesteinigt werden müsse. Auf einem Foto, das von der IS verbreitet wurden, ist zu sehen, wie ein Mann vom Dach eines dreistöckigen Hauses gestoßen wird. Ein weiteres Bild zeigt ihm, wie er am Boden liegt.

Doch die Meldung ist – wie alle aus dieser Region – mit Vorsicht zu genießen: Im Gebiet der IS gibt es keine unabhängigen Journalisten. Was in den Westen kommt, ist gefilterte Propaganda. Dem entsprechend sind diese Meldungen auch als Zeichen für mutmaßliche Dschihadisten in Europa zu sehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die IS schwule Männer zum Ziel erklärt. Bereits im November sollen in Syrien zwei Männer wegen angeblicher Homosexualität gesteinigt worden sein.