Homo-Heiler-Pfarrer zu Conchita Wurst: ‚Habe mich für Österreich geschämt‘

Gerhard Maria Wagner, konservativer Pfarrer von Windischgarsten, meldet sich wieder zu Wort. Der Geistliche, der wegen seiner radikalen Ansichten sein Amt als Linzer Weihbischof nicht antreten konnte, hat ein neues Buch vorgestellt – und dabei wieder gegen Homosexualität gepoltert.

In dem Buch „Himmel oder Hölle“, für das Autor Norbert Blaichinger sieben Tage mit Wagner verbracht hat, sagt der Geistliche, was er von Conchita Wurst hält – nämlich nichts: Er erklärt, „dass ich mich damals für Österreich geschämt habe“, so der Pfarrer. Praktizierte Homosexualität sei „Verführung und schwere Sünde“, so Wagner.

Bei der Pressekonferenz anlässlich der Buch-Präsentation legt Wagner nach: Er kenne nicht wenige, „Hilfe suchende Schwule“, so der Priester. Was Wagner damit meint, hat er schon im Jahr 2009 öffentlich erklärt. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ erklärte er auf die Frage, ob Homosexualität heilbar sei und Homosexuelle behandelt werden sollten: „Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht“.

Schon zuvor war Wagner mit negativen unhaltbaren Aussagen gegen Lesben und Schwule aufgefallen. So hat er unter anderem gesagt, Wirbelsturm „Katrina“ kam über New Orleans, um die dortige Lesben- und Schwulenparade zu verhindern. Die bei Kindern und Jugendlichen beliebten „Harry-Potter“-Romane lehnt Wagner als „Satanismus“ ab.