Saudi-Arabien richtet schwulen Mann hin

In Saudi-Arabien ist ein Mann hingerichtet worden, weil er die „Sünde der Homosexualität“ begangen haben soll. Wie die Regierung mitteilt, soll er einen Burschen entführt und vergewaltigt haben. Nähere Details oder eine unabhängige Bestätigung der Vorfälle gibt es nicht.

Dem Regierungsbericht zufolge wurde der Mann Montag früh im Norden des Landes enthauptet. Saudi-Arabien gehört zu jenen Ländern, in denen die Todesstrafe für Homosexualität auch immer wieder vollstreckt wird. Meistens werden die Täter in den öffentlichen Kundgebungen als Kinderschänder bezeichnet, um nicht zuviel Aufsehen in westlichen Ländern zu erregen. Unabhängige Bestätigungen über die Tat oder einen fairen Prozess fehlen allerdings.

In diesem Jahr wurden in Saudi-Arabien bereits mindestens 84 Menschen hingerichtet. Die Todesstrafe wird in Saudi-Arabien für viele Delikte verhängt. Neben Homosexualität zählen dazu auch die Abkehr vom Islam, Drogenvergehen oder „Hexerei“.