[Update] „Küssen im Prückel“: 2.000 bei Demo gegen Homophobie

Die Aktion „Küssen im Prückel“ war ein voller Erfolg. Gut 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben auf der Wiener Ringstraße versammelt, um gegen eine mutmaßlich homophobe Aktion der Geschäftsführerin des Café Prückel zu demonstrieren. Das Café selbst hatte heute geschlossen, vor den Räumlichkeiten versammelten sich etwa zwanzig Personen zu einer Gegendemonstration.

Etwa 8.000 Menschen hatten sich über Faebook zur Kundgebung angekündigt, zu Spitzenzeiten waren rund 2.000 Personen vor dem Museum für angewandte Kunst (MAK) gegenüber des Cafe Prückel. Eine Sperre der Ringstraße war im Vorfeld der Kundgebung erwogen worden, kam dann aber laut der Polizei nicht in Betracht.

„Es gibt keinen Grund, ein küssendes Pärchen, egal ob hetero oder homo, des Lokals zu verweisen“, so einer der Teilnehmer der Demonstration. „Es ist nicht gegen das Café, sondern gegen Homophobie allgemein.“ Ein weiterer Teilnehmer sah darin „ein historisches Ereignis, dass so viele Leute wegen so was auf die Straße gehen, um sich mit zwei Einzelpersonen zu solidarisieren“.

Auf der eigens aufgebauten Bühne sprachen unter anderem die Wiener Antidiskriminierungs-Stadträtin Sandra Frauenberger, der Grüne Bundesrat Marco Schreuder und Beate Meinl-Reisinger von den NEOS. Überraschend tauchte auch Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou von den Grünen auf der Bühne auf.

Im Café Prückel bekam man von den Demonstrationen nichts mit. Das Lokal hatte einen außerplanmäßigen Ruhetag eingelegt.

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