Franziskus hetzt gegen Ehe-Öffnung

Gaben die ersten Signale von Papst Franziskus an Lesben und Schwule noch vorsichtigen Grund zur Hoffnung, hat er bei seine Reise auf die Philippinen gezeigt, dass seine Position zu Homosexualität offenbar die gleiche ist wie die seines Vorgängers Benedikt XVI.

Bei einer Messe am Freitag vor 10.000 Familien in der philippinischen Hauptstadt Manila warnte der Papst vor einer „Gefährdung“ und „Zerstörung“ der Familie durch eine „Neu-Definition“ der Ehe – ohne das Wort „Homosexualität“ zu verwenden.

„Es gibt ideologische Kolonisierungen, die versuchen, die Familie zu zerstören. Sie gehen nicht aus dem Traum, aus dem Gebet, aus der Begegnung mit Gott hervor, aus dem Auftrag, den Gott uns gibt; sie kommen von außen“, warnt Franziskus die Familien in dem streng katholischen Land. Es gebe Menschen, die „in Lebensstilen, die das Familienleben zerstören und gegen die grundlegendsten Ansprüche christlicher Moral verstoßen“ gefangen seien, so der Papst weiter.

Weiters sei die Familie „durch zunehmende Bemühungen einiger, die Institution der Ehe selbst neu zu definieren“ bedroht, warnt der Heilige Vater während seiner Predigt vor den Familien. Diese Gefährdungen der Familie würden auch die Gesellschaft selbst bedrohen, so der Papst.

Und was der Papst noch geschickt umschrieben hatte, bestätigte mittlerweile sein Sprecher. Frederico Lombardi sagte bei einer Pressekonferenz, dass Franziskus mit „ideologischer Kolonisierung“ auch die Öfffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gemeint habe. „Ich denke, dass die Sicht der Kirche, dass eine Familie auf einer Verbindung zwischen Mann und Frau beruht, wohl bekannt ist“, erklärte Lombardi.