IS richtet erneut zwei Schwule hin

Die islamistische Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) hat erneut zwei Männer hingerichtet, die homosexuell gewesen sein dürften. Entsprechende Fotos und Videos veröffentlichte IS auf ihren Profilen in sozialen Netzwerken.

Da die Aufnahmen den Tod der Männer sehr detailliert zeigen, verzichtet GGG.at auf eine Veröffentlichung oder Verlinkung des Videos. Entstanden sind die Bilder vermutlich Kinder nordirakischen Stadt Mosul. Auf dem Video ist die Hinrichtung mehrerer Menschen zu sehen.

Die beiden Männer, denen Homosexualität vorgeworfen wird, werden getötet, indem sie nacheinander vom Dach eines hohen Gebäudes geworfen werden. Ihnen sind die Augen verbunden, die Hände sind gefesselt. Dann müssen sie auf einen Vorsprung des Hauses klettern. Weitere Aufnahmen zeigen die Männer im freien Fall und tot auf dem Boden vor dem Haus. Vor dem Haus sah sich eine Menschenmenge das grausame Spektakel an.

Der Text zu dem Video erklärt, die beiden Männer hätten das gemacht, was auch die „Menschen von Lot“ getan hätten. Das ist eine Referenz auf die biblische Geschichte von Sodom und Gomorrah, die auch im Koran erzählt wird. Mit diesem Begriff wird Homosexualität umschrieben.

Verurteilt wurden die Männer Medienberichten zufolge von einem Scharia-Gericht des IS. Das Vergehen und das Urteil wurden den Zuschauern vor der Hinrichtung über einen Lautsprecher vorgelesen – angeblich von Scheich Abu Omar al-Ansari, einem hochrangigen IS-Mitglied, persönlich.

Weiters wurden den Berichten zufolge eine Frau, der Ehebruch vorgeworfen wurde, gesteinigt. Zwei Männer, die einen Diebstahl begangen haben sollen, wurden erschossen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die IS schwule Männer hingerichtet haben soll. So sollen im November in Syrien zwei Homosexuelle gesteinigt worden sein, im Dezember wurde ein mutmaßlich schwuler Mann ebenfalls von einem Gebäude gestürzt. Eine unabhängige Bestätigung für all diese Berichte gibt es nicht.