‚Porno-Killer‘ Magnotta beruft gegen lebenslange Haft

Der als „Porno-Killer“ berühmt gewordene Luka Rocco Magnotta hat Berufung gegen seine Verurteilung eingelegt. Er wurde als schuldig befunden, einen Austauschstudenten aus China ermordet und zerstückelt zu haben. Teile der Leiche schickte er an kanadische Parteien und Schulen. Dafür sollte er eine lebenslange Haftstrafe absitzen.

Doch Luc Leclar, der Anwalt von Magnotta, hält diese Strafe „unangemessen und durch die Beweislage nicht gedeckt“ – darum beruft er dagegen. Sein Mandant sei nicht zurechnungsfähig, der Prozess müsse deshalb neu aufgerollt werden. Bereits während des Prozesses hat Leclar darauf hingewiesen, dass bei seinem Mandanten bereits früh paranoide Schizophrenie diagnostiziert wurde.

Ein weiterer Grund, wegen dem der Anwalt das Urteil anfechten möchte, ist eine unsachgemäße Instruktion der Geschworenen durch den Richter. Eine Geschworene, die einen Polizisten persönlich kannte, soll voreingenommen gewesen sein. Dieses Argument wurde durch den Richter aber schon im Prozess abgeschmettert: Der Polizist hatte nichts mit dem Fall Magnotta zu tun. Weiters hätte ein bestimmtes Beweismittel nicht zugelassen werden dürfen.

Die Entscheidung, ob der Anwalt mit seiner Begründung Erfolg haben wird, trifft ein Berufungsgericht am 18. Februar. Dann wird über den Antrag und eventuelle Verfahrensfehler im Prozess gegen Luka Magnotta entschieden.