Grindr-Werbung ruft automatisch Mehrwertnummer an

In Großbritannien berichten mehrere User der schwulen Dating-App Grindr, dass sie Opfer eines geschickt eingefädelten Betruges geworden sind: Eine Werbeanzeige in der App hat ohne Bestätigung der User eine Mehrwertnummer gewählt, die ein Pfund pro Sekunde kostet.

Die Anzeige wurde über ein Werbenetzwerk geschaltet, das nicht direkt verkaufte Anzeigenplätze vermarktet. Dabei handelt es sich offenbar um ein Pop-up-Ad, eine Werbeform, die über den gesamten Screen zu sehen ist. Einer der User, Tom, berichtet gegenüber „The Register“: „Sogar wenn man schnell auflegt, zahlt man die Verbindungsgebühren.“ Einzelfälle berichten, dass die Kosten für einen dieser ungewünschten Anrufe bis zu 65 Pfund betragen können.

In einer Stellungnahme gegenüber dem britischen Online-Portal PinkNews betont Grindr, die Vorwürfe ernst zu nehmen. „Sicherzustellen, dass unsere User das bestmögliche Nutzungserlebnis haben ist eine der höchsten Prioritäten von Grindr und wir lassen nicht zu, dass sich unsere User mit schädlichen Werbeeinschaltungen herumschlagen müssen.“

Man habe Sicherheitsmaßnahmen, welche die Werbung von externen Netzwerken überprüfen sollen. Da dies aber Billiarden Aufrufe seien, könne eine solche Anzeige zufällig erscheinen. „Für diesen Fall haben wir unser externes Netzwerk sofort angewiesen, diese schädliche Werbung zu entfernen“, so Grindr.

Es ist nicht das erste Mal, dass britische Grindr-User Probleme mit der Werbung hatten: Letztes Jahr wurden sie automatisch zu Spiel- und Wett-Apps weitergeleitet.