Sturz überlebt, dann gesteinigt: IS tötet erneut mutmaßlichen Schwulen

Erneut wird aus Syrien ein grausamer Mord der Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) an einem Mann bekannt, der schwul gewesen sein soll.

Ein Video sowie Fotos von der Tat landete gestern auf einer Internet-Plattform. Sie zeigen, wie der Mann mit verbundenen Augen zunächst auf einem Platinstuhl sitzt, bevor er von zwei maskierten Männern in Kampfuniformen in den Tod geworfen wird. Ein weiteres Foto zeigt, wie er Kopf voraus in die Tiefe stürzt. Danach gibt es Aufnahmen, wie ein Mann prüft, ob das Opfer noch lebt – und danach von einem johlenden Mob, der sich die Hinrichtung angesehen hat, mit Steinen beworfen wird, bis er wirklich tot ist.

Dem etwa 50 Jahre alten Mann wurde ein „homosexuelles Verhältnis“ vorgeworfen. Ob das auch stimmt, lässt sich nicht nachprüfen. Zuletzt hatten Berichte für Aufregung gesorgt, dass die IS-Truppen Homosexualität mit der Todesstrafe ahnden.

Die Tat soll sich in der syrischen Bezirkshauptstadt Tall Abyad in der Provinz al-Raqqa an der Grenze zur Türkei ereignet haben. Vor dem Einmarsch der IS-Truppen wohnten in der Stadt etwa 15.000 Araber, Kurden und syrische Christen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die IS schwule Männer, oder jene, die sie dafür hielt, umgebracht hat. Schon im Dezember und Jänner gab es ähnliche Berichte. Wie auch nun wurden mutmaßlich homosexuelle Männer vom höchsten Punkt der Stadt in den Tod geworfen.