Mord an Transfrau in Wien: Verdächtiger in Haft

Der Mörder von Hande Ö. könnte gefasst worden sein: Die 35-jährige Transfrau aus der Türkei wurde Ende Jänner in ihrer kleinen Wohnung in Wien-Ottakring ermordet aufgefunden. Nun hat ein 32-Jähriger Serbe die Tat gestanden.

Der Mord an Hande Ö. sorgte in der queeren Community für Aufsehen. Sie war erst vor weniger als einem halben Jahr nach Österreich gekommen und hat hier um Asyl angesucht. In der Türkei war sie Repressionen ausgesetzt. Weil die finanzielle Unterstützung für Asylwerber nicht ausgereicht hat, hat sie sich mangels Alternativen prostituiert.

Der 32-Jährige soll zugegeben haben, am 19. Jänner Sex mit Hande Ö. in deren Wohnung in der Haymerlegasse gehabt zu haben. Danach gerieten die beiden in Streit, dabei soll er die Transfrau, vermutlich mit einem Tuch, erwürgt haben. Der Verdächtige soll aus der Wohnung Geld und Mobiltelefone mitgenommen haben.

Die Leiche von Hande Ö. wurde erst am 25. Jänner gefunden. Ihre Hände waren auf den Rücken gefesselt. Bei der Spurensicherung fand die Polizei DNA-Spuren des Mannes an der Leiche und am Tatort. Lange suchen mussten die Beamten den Täter nicht: Der Verdächtige sitzt bereits seit 24. Jänner in Untersuchungshaft, weil er auch andere Raubüberfälle begangen haben soll.

Auch diese Raubüberfälle bewegten sich in einem ähnlichen Umfeld: Am 23. Jänner soll der serbische Staatsbürger eine Prostituierte in einem Thaimassage-Studio in Ottakring ausgeraubt haben. Einen Tag später bedrohte er eine 54 Jahre alte Energetikerin in Wien-Neubau mit einer Gaspistole und raubte sie aus. Kurze Zeit später konnte er gestellt werden, seitdem saß er in U-Haft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.