Wien: Homophober Vorfall vor der Rosa Lila Villa

Türkis Rosa Lila Villa (Archivbild)
Archivbild - premiumPIX

In Wien gab es am Wochenende einen homophoben Vorfall vor der Rosa Lila Villa. Am Freitag gegen 21.45 Uhr haben fünf Männer und eine Frau Passanten belästigt und lesben- und schwulenfeindliche Parolen skandiert.

Die offenbar alkoholisierte Gruppe hat, als sie vor der Rosa Lila Villa in an der Rechten Wienzeile vorbeiging, lautstark „We hate Homos“ skandiert. Zwei zufällig vor dem Lokal stehenden Gästen des Café Willendorf, das sich in dem Gebäude befindet, raunten sie noch „Anti-Homos“ zu.

„Das ist verdammt nochmal echt beängstigend“, schreibt Ursula Raberger, eine der Betroffenen, nach dem Vorfall auf Twitter. Dieser wurde der Rosa Lila Villa gemeldet. Zu gewalttätigen Taten kam es nicht.

Durch ihre exponierte Lage und ihre Bekanntheit ist die Rosa Lila Villa immer wieder Ziel von spontanen oder geplanten Aktionen. So kam es im September 2014 zu sexistischen und lesbenfeindlichen Belästigungen durch Hooligans im Cafe Willendorf. Einen Tag danach haben Unbekannte die Parole „Tötet Schwule“ an die Mauer des Gebäudes gesprüht. Die Täter wurden nicht gefasst.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes haben wir geschrieben, dass der Vorfall am Samstag passiert sei. Das stimmt nicht, er hat sich am Freitag, dem 13. Februar, ereignet.