Wieder mehr Eingetragene Partnerschaften in Österreich

In Österreich gehen wieder mehr Paare eine Eingetragene Partnerschaft ein. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die von der Statistik Austria veröffentlicht wurden. So sind im Vorjahr 402 schwule oder lesbische Paare eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen. Das sind um 9,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als sich nur 368 Paare das Ja-Wort gaben.

Auch dieses Jahr gibt es ein leichtes männliches Übergewicht bei den Verpartnerungen: 55,2 Prozent der Paare waren Männer. Nur in Niederösterreich und Oberösterreich stellten Frauen die Mehrheit. 58 Prozent der Paare waren zwischen 30 und 49 Jahre alt, fast 85 Prozent waren davor ledig.

Wien konnte auch im letzten Jahr seinen Ruf als Regenbogenhauptstadt Österreichs behaupten: Mit 46 Prozent war es Spitzenreiter bei den Bundesländern, in denen Eingetragene Partnerschaften geschlossen wurden. Danach folgen die Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich.

Bei mehr als 60 Prozent der Eingetragenen Partnerschaften waren beide Partner österreichische Staatsbürger, bei 31 Prozent war einer der beiden Partner kein Österreicher. Bei 8.5 Prozent der in letzten Jahr eingetragenen Paare waren beide Partner ausländische Staatsbürger.

Und es gibt bei den Eingetragenen Partnerschaften auch einen Trend: Hier scheint der Sommer besonders beliebt zu sein. 58 Paare gaben sich im Juli das Ja-Wort, gefolgt vom August mit 57 und dem Juni mit 43 Eintragungen.

Am meisten Eingetragene Partnerschaften gab es nach wie vor im Jahr 2010, als diese in Österreich eingeführt wurden. Damals machten 705 Paare von dieser Möglichkeit Gebrauch.