USA ernennen Sondergesandten für Lesben- und Schwulenrechte

Zum ersten Mal ernennen die Vereinigten Staaten von Amerika einen Sondergesandten für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern: US-Präsident Barack Obama und Außenminister John Kerry haben dem offen schwulen Diplomaten Randy W. Berry diese Aufgabe übertragen.

Berry ist derzeit Generalkonsul der USA in Amsterdam. Zuvor war er für das US-Außenministerium unter anderem in Ägypten, Uganda und Südafrika tätig. Er soll künftig für die Verteidigung der Rechte von LGBT zuständig sein. Es sei der „Kern unserer Verpflichtung, Menschenrechte weltweit voranzubringen“, so Kerry. Der neue Gesandte werde sich für eine Welt „ohne Gewalt und Diskriminierung“ für Lesben, Schwule, Transgender und Bisexuelle einsetzen, versprach der US-Außenminister.

Seinem neuen Gesandten streute Kerry Rosen: „Randy ist ein Leader, er ist ein Motivation. Aber das Wichtigste für diese Aufgabe: Er hat eine Vision. Wo immer er gedient hat, von Nepal bis Neuseeland, von Uganda bis Bangladesh, von Ägypten bis Südafrika, und zuletzt als Generalkonsul in Amsterdam – Randy hat sich ausgezeichnet. Er hat eine klare Botschaft und ist den Menschenrechten verpflichtet. Und ich bin zuversichtlich, dass Randys Führungsrolle als unser neuer Sondergesandter spürbare Erfolge bringt, auf unserem Weg zu einer Welt frei von Gewalt und Diskriminierung von LGBT.“

Noch immer gebe es zu viele Länder, in denen LGBT „bedroht, inhaftiert und verfolgt werden“ – dafür, wer sie sind oder wen die lieben. Das betrifft in hohem Maße auch die islamische Welt. Und dafür ist Berry der ideale Mann: Er spricht neben Spanisch auch Arabisch – kann die Probleme in diesen Staaten also direkt ansprechen.