Irischer Bischof: ‚Homosexualität ist wie Down-Syndrom‘

Der Kampf der römisch-katholischen Kirche in Irland gegen die Öffnung der Ehe wird härter: Ein Bischof hat Homosexualität nun mit schweren Krankheiten wie dem Down-Syndrom oder Spina Bifida, einem offenen Rücken bei der Geburt, verglichen.

In einer Radiosendung rief Kevin Doran, Bischof von Elphin, seine Schäfchen auf, bei der Volksabstimmung gegen die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare zu stimmen. Als er gefragt wurde, ob Homosexualität gottgewollt sei, sagte er: „Das wäre so, als würden wir annehmen, dass wenn Menschen mit dem Down-Syndrom oder Spina Bifida geboren werden, es auch Gottes Wille sei.“ Man könne aber nicht wissen, was Gott plane, so der Geistliche.

Als der Moderator Doran darauf aufmerksam machte, dass Homosexualität keine Behinderung sei, antwortete der Bischof: „Nun, darauf gehe ich nicht ein. Ich sage nur, dass es falsch wäre, zu sagen, dass alles nur deshalb passiert, weil Gott das so geplant hat. Wenn das der Fall wäre, würden wir von einem anderen Gott sprechen.“

Außerdem hetzte Bischof Doran gegen Regenbogenfamilien. Diese „sind keine Eltern“, so der Geistliche. „Sie mögen Kinder haben – aber der Punkt ist: Menschen, die Kinder haben, sind nicht unbedingt Eltern.“

Weiters sprach sich Bischof Kevin Doran in dem Interview gegen die Möglichkeit aus, dass Frauen, die nach einer Vergewaltigung schwanger geworden sind, das Kind abtreiben dürfen.