London: Mann starb in Schwulensauna

Ein Todesfall in einer Schwulensauna beschäftigt derzeit die Polizei in London. Am Sonntag ist ein 37-Jähriger im „Pleasuredome“ in Waterloo, einer 24-Stunden-Sauna, plötzlich zusammengebrochen.

Er wurde sofort in das nächste Krankenhaus eingeliefert, doch dort konnte man den Mann nicht mehr retten. Eine Sprecherin von Scotland Yard bestätigt der Tageszeitung „Evening Standard“, dass die Polizei gegen 15.40 Uhr vom Personal des Krankenhauses gerufen wurde, „nachdem ein Mann, der zuvor dort eingeliefert wurde, gestorben ist. Die Todesursache zur Zeit wird als ungeklärt behandelt.“

Die Sauna wurde zur Spurensicherung vorübergehend geschlossen. Seitens des Betreibers gibt es zur Zeit keine Stellungnahme zu dem Vorfall.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Gast im „Pleasuredome“ stirbt: Im Jahr 2012 starb ein 41-Jähriger in der Sauna und ein 46-Jähriger wenig später, als er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Als Todesursache wurde bei einer Obduktion eine Überdosis GHB, besser bekannt als „Liquid Ecstasy“, festgestellt.

Wenige Monate später wurde ein weiterer Gast des „Pleasuredomes“ tot in den Räumlichkeiten gefunden. Er starb an einer Überdosis Mephedron und GHB.

Der „Pleasuredome“, der sich als „beste Sauna für schwule Männer“ bezeichnet, legt wert darauf, dass in ihr nicht geraucht und keine Drogen genommen werden dürfen. Die Location bietet ihren Gästen unter anderem zwei große finnische Saunen, zwei Dampfkammern und ein Solarium.