HIV: Erste klinische Tests für Heilung zugelassen

Eine mögliche Therapie zur Heilung einer HIV-Infektion ist in den USA für klinische Tests zugelassen worden. Das gilt als wichtiger Meilenstein im Kampf gegen Aids. Die Behandlung konzentriert sich auf eine Genmutation in den weißen Blutkörperchen. Diese findet sich in Menschen, die von Natur aus gegen HIV immun sind.

Bei der Therapie werden die HIV-Positiven Stammzellen entnommen und das genetische Erbgut so verändert, dass auch ihre weißen Blutkörperchen diese Mutation aufweisen. Damit kann der Virus nicht mehr an die Blutzellen andocken. Er bleibt zwar im Körper, weil er aber nicht in die T-Helferzellen eindringen kann, kann er sich auch nicht vermehren und bleibt ungefährlich.

Es wäre nur ein einziger Eingriff nötig, die Wirkung könnte lebenslang anhalten. Doch ob diese Theorie auch in der Praxis hält, ist unklar. Diese Antwort sollen die groß angelegten klinischen Tests geben, für den die zuständige Behörde FDA jetzt grünes Licht gegeben hat.

Bei einem ersten Versuch, der an 12 Patienten durchgeführt wurde, stellten die Forscher fest, dass der Test vertretbar sei und es vermutlich keine schweren Nebenwirkungen gebe.

Gleichzeitig hat die FDA einen ähnlichen Test genehmigt, bei dem das CCR5-Protein quasi ausgeschaltet wird. Nun werden beide Therapie in Kalifornien an Patienten getestet, bei denen die klassische HIV-Therapie nicht wie gewünscht wirkt.

„Diese Arbeit ist zu wichtig, um nur eine Methode auf einmal auszuprobieren“, erklärt Jonathan Thomas, Vorsitzender der kalifornischen Stammzellen-Forschungsagentur CIRM: „Wir haben die Mission, Behandlungen für die Patienten zu finden, die sie brauchen. Wenn wir verschiedene Ansätze testen, und gleichzeitig mehrmals aufs Tor schießen, glauben wir, eine bessere Chance zu haben, erfolgreich zu sein.“