4U-9525: Australischer Schwulenaktivist unter den Opfern

Unter den Opfern des Germanwings-Fluges 4U-9525, der am Dienstag aus noch ungeklärter Ursache in den französischen Alpen abstürzte, war auch ein offen schwuler Australier, der Jugendlichen beim Umgang mit Homosexualität half.

Der 29-jährige Greg F. lebte seit Februar in Deutschland. Seine Mutter hat ihn für einige Wochen besucht, gemeinsam sind sie durch Europa gereist. Beide waren an Bord der Germanwings-Maschine.

In Australien war Greg F. seit 2007 einer der Freiwilligen des Victorian Aid Council. Der gelernte Tontechniker hat mit Jugendlichen an zwei gearbeitet. Bei „Young & Gay“ ging es darum, Jugendlichen ihr eigenes Coming Out zu erleichtern, in einem „Peer Education Program“ wurde mit Jugendlichen aktiv gegen Homophobie gearbeitet.

Einer seiner Vorgesetzten beschrieb den 29-Jährigen als „cleveren Charakter mit einem Sinn für Humor. Greg hat immer andere vorangestellt, und das hat sich auch bei seiner Hingabe für das ‚Young & Gay‘ und das ‚Peer Education Program‘ gezeigt“, so Bude Suharto, der Koordinator der Programme.

Er erklärt weiter: „Wir werden Greg gedenken, und wir wollen, dass er weiß, dass er dieser Welt eine positive Spur hinterlassen und anderen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.“

Der australische Premierminister Tony Abbott hat mitgeteilt, dass die „Gedanken und Gebete mit den Freunden und Familien aller sind, die getötet wurden – besonders bei den Liebsten der beiden Australier, die ihr Leben verloren haben“.