Keine Pizza für Homo-Hochzeit: Konservative unterstützen Betreiber finanziell

In Indiana wurde letzte Woche ein Gesetz verabschiedet, dass es Unternehmern erlaubt, schwule und lesbische Paare zu diskriminieren. Auch, wenn es nach großem öffentlichen Druck wieder abgeschwächt wurde, treiben die Auswirkungen des Gesetzes weiterhin seltsame Blüten.

So kam vor zwei Wochen Memories Pizzeria in Walkarton, einer Stadt in Indiana, in die Kritik. „Wenn ein schwules oder lesbisches Paar kommt und möchte, dass wir ihnen Pizza für ihre Hochzeit liefern, würden wir nein sagen“, erklärte Crystal O’Connor, die in dem Familienunternehmen arbeitet, einem Fernsehsender. Ihr Vater Kevin fügte hinzu: „Das ist ein Lebensstil, den man sich aussucht. Ich habe mich entschieden, heterosexuell zu sein. Die haben sich entschieden, homosexuell zu sein. Warum soll ich dafür geprügelt werden, weil die sich zu diesem Lebensstil entschlossen haben?“

Die Aussagen führten zu einer lebhaften Debatte – unter anderem darüber, ob Pizza in Indiana bei Hochzeiten eine übliche Art der Verpflegung sei. Die O’Connors haben sich entschlossen, ihre Pizzeria zu schließen, bis die Kritik an ihren Aussagen abgeflacht ist.

Und hier beginnt die Sache, endgültig bizarr zu werden: Lawrence Jones, ein konservativer Lobbyist, beschloss, eine Spendenkampagne für die Pizzeria-Betreiber ins Leben zu rufen. „Um den finanziellen Verlust zu erleichtern, den sie erlitten haben, weil sie für ihren Glauben eingestanden sind“, erklärt er. Und wirklich: Das ursprüngliche Ziel der Fundrasing-Kampagne, 25.000 Dollar, wurde binnen weniger Stunden erreicht. 16.000 Spender stellten insgesamt über 800.000 Dollar zur Verfügung – mehr, als die Familie in diesem Zeitraum je mit dem Verkaufen von Pizza verdient hätte.