Apple-Chef Tim Cook kritisiert Anti-Homo-Gesetze in US-Bundesstaaten

Apple-Chef Tim Cook kritisiert mit deutlichen Worten jene Gesetze, die in mehreren US-Bundesstaaten die Diskriminierung von Lesben und Schwulen unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit legalisieren.

So wurde beispielsweise im US-Bundesstaat Indiana erst vor zwei Wochen ein Gesetz verabschiedet, dass es Unternehmern ermöglicht, homosexuelle Kunden mit Verweis auf religiöse Überzeugen abzuweisen. Ähnliche Gesetze gibt es in 18 weiteren Bundesstaaten.

„Es passiert etwas sehr Gefährliches in Staaten im ganzen Land“, so Cook in einem Beitrag für die angesehene „Washington Post“. Die Gesetze würden gegen die Gründungsprinzipien der USA verstoßen, so der Apple-Chef. Auch würden sie einer „Ungerechtigkeit“ den Weg ebnen.

Auch für Firmen sind diese Gesetze unsinnig, ist sich Tim Cook sicher. „Amerikas Unternehmer haben vor langer Zeit erkannt, dass jede Form der Diskriminierung schlecht fürs Geschäft ist“, schreibt der Apple-Chef. Seine Firma unterstützt solche Gesetze nicht – im Gegenteil: „Im Namen von Apple stelle ich mich gegen diese neue Welle der Gesetzgebung, egal wo“, so Cook.

Dabei betonte Cook, dass er zwar großen Respekt vor der Religionsfreiheit habe – Glauben dürfe aber kein Instrument für Diskriminierung sein, so der Apple-Chef in seinem Artikel für die „Washington Post“.