73 Prozent der Österreicher für Ehe-Öffnung

Fast drei Viertel der Österreicher sind für eine Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Market“ hervor.

Demnach befürworten 73 Prozent eine solche Ehe-Öffnung: 48 Prozent davon „auf jeden Fall“, 25 Prozent sind „eher doch“ dafür. Absolut dagegen sind 15% der Befragten.

Damit hat sich die Zahl verglichen mit dem Jahr 2013 um elf Prozentpunkte erhöht. Besonders bemerkenswert: Die Öffnung der Ehe ist in allen Bevölkerungsgruppen mehrheitsfähig. So sind 66 Prozent der Über-50-Jährigen, 81 Prozent der Menschen mit Pflichtschul-Abschluss und 67 Prozent der Bewohner von Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern für eine Aufhebung des Eheverbots.

Das heißt, dass es offenbar auch für Anhänger der konservativen Parteien kein Problem mehr wäre, wenn Lesben und Schwule heiraten dürfen. Vergleichbare Zahlen gibt es aus der Schweiz, wo 70 Prozent der konservativen CVP-Wähler und 60 Prozent der Wähler der rechtskonservativen SVP für ein Ende des Eheverbots sind. „Angesichts der obigen Ergebnisse dürfte das in Österreich bei ÖVP- bzw. FPÖ-Wählerinnen ähnlich sein“, ist Helmut Graupner, Präsident des Rechtskomitee Lambda (RKL) überzeugt.