IS soll wieder zwei Schwule gesteinigt haben

In Syrien soll die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) am Donnerstag erneut zwei schwule Männer hingerichtet haben. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es – wie immer – nicht.

Die Fotos, die in der syrischen Provinz Homs entstanden sein sollen, zeigen zunächst zwei Männer mit verbundenen Augen. Sie werden von ihren späteren Mördern umarmt. In der zynischen Propagandasprache des IS heißt es, die Umarmung soll „ein Anzeichen von Anteilnahme durch die Kämpfer“ darstellen.

Laut der offiziellen Darstellung hatten die beiden Männer eine „Affäre“ miteinander und wurden deshalb gesteinigt. Eine offizielle Bestätigung dieser Vorwürfe gibt es im Gebiet des IS nicht. Die Opfer, nach Angaben des IS 24 und 29 Jahre alt, wirken sehr ruhig und gefasst. Spezialisten vermuten, dass die Terrormiliz ihre Opfer mit Drogen ruhigstellt, um bessere Bilder für die internationale Propaganda zu bekommen.

Die nächsten Bilder zeigen, wie mehrere Männer handgroße Steine auf die beiden Männer werfen. Sie liegen schon leblos am Boden. Eine größere Gruppe schaut bei diesem Mord zu. Detaillierte Aufnahmen der Leichen gibt es diesmal nicht.

In den letzten Monaten hat die Terrormiliz IS insgesamt bis zu vierzehn angeblich schwule Männer getötet, Dies entspreche dem „Strafrecht“, das der „Islamische Staat“ in Kraft gesetzt hat. Ob sie wirklich homosexuell waren oder dies nur zu Propagandazwecken behauptet wurde, ist nicht klar.