Schwule Männer haben öfter Hautkrebs

Schwule und bisexuelle Männer leiden doppelt so häufig an Hautkrebs wie Heteros – zumindest im „Sunshine State“ Kalifornien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of California. Die Gründe für diese Häufung dürften auch in unseren Breiten gelten.

„Der Hauptgrund ist, dass sich viele Menschen in Sonnenstudios bräunen lassen, weil aus kulturellen Gründen eine gebräunte Hautfarbe als gesund und schön angesehen wird“, so die Dermatologin Sarah Arron. Und davon lassen sich besonders viele schwule Männer beeindrucken. Deshalb gehen sie öfter ins Solarium und setzen sich so häufiger künstlichem UV-Licht aus.

Das hat Arron sogar statistisch bewiesen. Denn bei den schwulen und bisexuellen Männern waren in den vergangenen zwölf Monaten fünf Prozent im Sonnenstudio, bei den Heterosexuellen nur 1,7 Prozent.

Das wirkte sich auch auf die Hautkrebs-Rate aus: Während 6,6 Prozent der untersuchten homo- und bisexuellen Männer zwischen 2001 und 2009 Kontakt mit Hautkrebs hatten, waren es bei den heterosexuellen Männern nur 3,3 Prozent. „Wir müssen gegen die Mär ankämpfen, dass es eine gesunde Bräune gibt“, erklärt Arron.

Bei Frauen ist das Ergebnis übrigens umgekehrt: Lesbische oder bisexuelle Frauen gehen seltener ins Sonnenstudio als heterosexuelle Frauen und erkranken deshalb auch seltener an Hautkrebs.