Deutschland: Katholische Laien unterstützen Homo-Segnungen

In Deutschland hat sich die größte Versammlung katholischer Gläubiger für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen. Bei seiner Vollversammlung in Würzburg hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am Samstag eine „Weiterentwicklung von liturgischen Formen“ gefordert.

Dazu gehöre auch eine „vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und eine klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen und Abwertungen homosexueller Menschen“, so der ZdK am Samstag. Familien und Partnerschaften „sollten in ihrer Vielfalt von der Seelsorge der Kirche angesprochen und begleitet werden“.

Denn um die Familie in der Gegenwart zu stärken, gehöre es auch, „auch nichteheliche Formen von verbindlich gelebter Partnerschaft und von Generationenverantwortung, die einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten,“ anzuerkennen.

Die Kirche müsse – wie von Papst Franziskus gefordert – den Mut haben, alle Gläubigen unabhängig von ihrer Lebensform zum Miteinander einzuladen, „damit sie in der Gemeinschaft der Kirchengemeinde eine Heimat finden können“.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist die größte katholische Laienorganisation in Deutschland. Es wird von der Deutschen Bischofskonferenz als Koordinationsgremium anerkannt, stellt jedoch kein offizielles Organ der Kirche dar.