Mittwoch, 17. April 2024
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Wirkstoff-Stäbchen statt Tabletten: Neue Methode, vor HIV zu schützen

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Eine neue Art der Therapie könnte das Leben für tausende HIV-Positive einfacher und sicherer machen – und die Vorbeugung deutlich voranbringen: Ein kleines Wirkstoffstäbchen in der Größe eines Streichholzes, das unter die Haut eingesetzt wird, könnte für die Versorgung mit den Medikamenten sorgen.

Der große Vorteil: Derzeit müssen HIV-Positive die Medikamente täglich, ungefähr zur gleichen Zeit, einnehmen, damit sie wirken. Dieses Risiko fällt mit dem Stäbchen, das seine Wirkstoffe – in diesem Fall Tenofovir-Alafenamid – langsam und regelmäßig an den Körper abgibt, weg.

Wie das Fachblatt „Antimicrobial Agents and Chemotherapy“ berichtet, gab es in einem 40-Tage-Test des kalifornischen Oak Crest Institute of Science keine Nebenwirkungen. „Unseres Wissens ist dieses das erste Implantat, das für diesen Zweck verwendet wird“, erklärt Studienleiter Marc Baum.

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Das Implantat werde „die Behandlung oder Vorbeugung von HIV revolutionieren, nachdem es wirkungsvolle Wirkstoffe gegen HIV abgibt und eines der Hauptprobleme der HIV/Aids-Vorbeugung ausschaltet: Die richtige, zeitgerechte Dosierung“, ist Baum überzeugt.

Denn auch in wissenschaftlichen Tests sorgen falsch eingenommene Medikamente immer wieder für falsche Ergebnisse. „Darum gilt unser Interesse der möglichen Verwendung eines subdermalen Implantates zur HIV-Vorbeugung“, so Baum weiter.

Denn das Tenofovir-Alafenamid in dem Stäbchen wirke zehn Mal stärker als derzeit erhältliche Medikamente zur HIV-Vorbeugung, so die Forscher.

Das Stäbchen soll zwölf Monate lang wirken und kann leicht implantiert und wieder entfernt werden.

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