Kalifornien: Pornodarsteller müssen Sicherheitsbrillen tragen

Wenn Pornodarsteller in ihren Filmen künftig eine Schutzbrille tragen, ist das kein neuer Fetisch – sondern kalifornisches Arbeitsschutzrecht.

Denn dort wird seit fünf Jahren diskutiert, wie Pornodarsteller am Arbeitsplatz geschützt werden können. Eine Kondompflicht wurde bereits verabschiedet – jetzt gehen die Vorschläge einen Schritt weiter. Um die Übertragung von sexuell übertragbaren Krankheiten zu verhindern, sollen auch die Augen der Darsteller durch eine Brille geschützt werden.

Auch andere Teile des Körpers sollen geschützt – also in den Filmen abgedeckt – werden. Weiters müssen die Produzenten der Filme die medizinischen Tests auf Geschlechtskrankheiten und eine Hepatitis-B-Impfung für die Darsteller bezahlen.

Für Diane Duke von der „Free Speech Coalition“, die die Interessen der Pornoproduzenten vertritt, sind diese Vorschriften in der Praxis nicht durchführbar. „Das sind Bestimmungen für ein medizinisches Umfeld, und auf einem Porno-Set nicht durchführbar – nicht einmal auf einem Hollywood-Set.“

Die kalifornischen Pornoproduzenten fürchten nun einmal mehr, dass ihr Geschäftszweig so ruiniert werden könnte.