Warschauer Kardinal warnt vor Homo-Ehe

Die römisch-katholische Kirche hat nach wie vor Probleme mit der Entscheidung des irischen Volkes, die Ehe für schwule und lesbische Paare zu öffnen. Diesmal kommt die Kritik aus Polen.

So hat der Warschauer Kardinal Kazimierz Nycz während der Fronleichnamsprozession am Donnerstag das irische Referendum eine „Warnung für Polen und für Europa“ genannt. In diesem Zusammenhang betonte er auch, wie wichtig die Ehe als Verbindung von Mann und Frau für die Kirche sei. Wenn in einem katholischen Land wie Irland eine Volksabstimmung Zustimmung zur Ehe gleichgeschlechtlicher Paare gebe, sei dies eine ernste Warnung, so Nycz.

Damit spielte der Warschauer Kardinal auch auf die Lage in Polen an. Dort gibt es für gleichgeschlechtliche Paare nicht einmal die Möglichkeit einer Eingetragenen Partnerschaft. Mehrere Versuche, diese einzuführen, waren auch am Widerstand der römisch-katholischen Kirche gescheitert. Zuletzt kündigte Regierungschefin Ewa Kopacz an, sie plane einen neuen Anlauf für ein solches Gesetz erst nach den Parlamentswahlen im Herbst.