Auch Salzburg bekommt Ampelpärchen

Auch die Stadt Salzburg bekommt jetzt seine homo- und heterosexuellen Ampelpärchen: Bürgermeister Heinz Schaden von der SPÖ hat angekündigt, nach Wiener Vorbild drei Ampeln an der Staatsbrücke mit den „Liebesampeln“ auszustatten.

Errichtet sollen die neuen Ampelbilder an den beiden Fußgängerübergängen vom Platzl zur Staatsbrücke und an dem Übergang von der Staatsbrücke zum Rathaus werden. An zwei Übergängen stellen die Ampelanlagen jeweils ein schwules und ein lesbisches Paar dar, die dritte Ampelanlage zeigt ein heterosexuelles Paar.

„Die Installierung an diesen drei stark frequentieren Gehsteigen in der Altstadt sensibilisiert und zeigt, dass die Stadt Salzburg weltoffen und tolerant ist“, ist SPÖ-Klubvorsitzender Bernhard Auinger überzeugt. Die Gesamtkosten betragen 1.400 Euro, derzeit werden die speziellen Linsen für die Ampeln gerade angefertigt. Die Idee für die Salzburger Ampelpärchen kommt von der sozialdemokratischen Lesben- und Schwulenorganisation SoHo.

Kritik daran kommt vom BZÖ Salzburg. Sie würden Fußgänger vom Verkehrsgeschehen ablenken, meint Landesparteiobmann Helmut Naderer, von Beruf Polizist. „Um Unfälle zu reduzieren, müssen alle Maßnahmen getroffen werden, welche die Gedanken der Fußgänger auf den Verkehr richten und nicht auf homo- oder heterosexuelle Liebespärchen mit Herzchen“, ärgert er sich.

Immerhin würden die meisten Unfälle mit Fußgängern auf Schutzwegen passieren: „Nun will man mit der linkslinken Spinnerei namens Ampelpärchen die Aufmerksamkeit der Fußgänger mit viel Steuergeld noch mehr ablenken“, so Naderer.

Diese Vorwürfe kann Julia Rafetseder, Klubreferentin des Salzburger SPÖ-Gemeinderatsklub, nicht nachvollziehen. Sie sei „hundertprozentig davon überzeugt, dass die Ampelpärchen kein Verkehrssicherheitsproblem verursachen“, erklärt sie – dafür brächten die Ampelpärchen „ein positives Echo für die Stadt“, ist die SPÖ-Politikerin überzeugt.