ÖVP- und FPÖ-Politiker unterstützen Gegendemo zur Regenbogenparade

Auch dieses Jahr gibt es – zeitgleich zur Regenbogenparade – eine Gegendemonstration. In guter radikalkatholischer Tradition trägt sie dieses Jahr den Titel „Marsch für die Familie“. Prominente Unterstützung gibt es dieses Jahr unter anderem von der ÖVP.

Ab 15.00 Uhr wird auf dem Stephansplatz für „die klassische Ehe und Familie“ und „gegen Gender-Mainstreaming und die geplante Frühsexualisierung von Kindern“ protestiert. Organisiert wird der Marsch vom christlichen Verein „Pro Vita“.

Besonders interessant ist die Liste der Redner und Unterstützer. Zu diesen gehören der gescheiterte Pegida-Sprecher Georg Immanuel Nagl, der frisch zur ÖVP übergelaufene ehemalige Team-Stronach-Abgeordnete Marcus Franz, ÖVP-Mandatarin Gabriele Tamandl und FPÖ-Abgeordnete Carmen Schimanek.

Mittlerweile hat das Büro von Tamandl ausgerichtet, dass die ÖVP-Politikerin nicht wie angekündigt am „Marsch für die Familie“ teilnehmen und eine Rede halten werde. Marcus Franz hat seine aktive Teilnahme an der Veranstaltung hingegen bestätigt.

Genauso traditionell wie die Gegenveranstaltung zur Regenbogenparade ist die von linken Aktivisten veranstaltete Gegendemo zur Gegenveranstaltung. Die Autonome Antifa ruft ab 14.00 Uhr zu einer Demonstration unter dem Titel „„Marsch für die Familie’ verhindern!“ auf. Sie soll ebenfalls am Stephansplatz stattfinden.

Im letzten Jahr kam es dabei zu teils gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den beiden Parteien sowie der Polizei. Dabei wurden mehrere Demonstranten festgenommen, die Grüne Nationalratsabgeordnete Sigrid Maurer klagte nach der Demo über eine brutale Identitätsfeststellung.