Jim Parsons: ‚Mein Outing war ein Geschenk‘

In einem Gespräch im Rahmen der Interview-Reihe „Inside The Actor’s Studio“ hat „The Big Bang Theory“-Star Jim Parsons das erste Mal öffentlich über sein Outing gesprochen. Parsons hatte sich 2012 in einem Interview mit der „New York Times“ geoutet.

Damals ging es um den Film „The Normal Heart“, in dem Parsons Tommy Boatwright spielt, einen Aktivist für Schwulenrechte. Der Film basiert auf einem autobiografischen Theaterstück von HIV-Aktivist Larry Kramer. In dem Interview wurde Parsons gefragt, ob es für ihn als schwulen Mann „bedeutend“ gewesen sei, in einem Film mitzuspielen, der von der HIV-Krise handelt – und der Schauspieler sagte „ja“. Das war das erste Mal, dass er offen zugab, schwul zu sein.

„Ich kann ihnen sagen, wie wundervoll das war, was für ein Geschenk er mir mit dieser einen Frage gemacht hat. Es war auf einmal da draußen und offiziell“, erinnert sich Jim Parsons im Gespräch mir James Lipton. Bereits zuvor war seine sexuelle Orientierung in Hollywood ein offenes Geheimnis. Seinen Partner Todd Spiewak nahm er auch immer zu offiziellen Terminen mit. „Ich hatte kein offizielles Coming Out – ich habe es nur nicht erwähnt“, so Jim Parsons.

In dem Gespräch erzählt der „Big Bang Theory“-Star auch, wie er Spiewak kennenlernte: In einer Karaoke-Bar – nicht gerade die erste Wahl beim Finden eines Partners für Jim Parsons. „Ich hasse Karaoke – oh mein Gott!“ Dann wandte er sich an Spiewak, der im Publikum saß: „Erzähl ihnen, was du gesungen hast“ – und dieser antwortete: „I Found Someone“.